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    Arbeitswelt

    Auf Wandel eingestellt: Mit Wissen und Erfahrung

    Arbeitswelt | 2.8.2021 Drucken

    Mit Minijob zu mehr Alterseinkommen

    Beschäftigung statt Ruhestand: In Deutschland gibt es immer mehr ältere Menschen, die nach ihrem Renteneintrittsalter weiterhin arbeiten gehen.

    Der überwiegende Teil davon nutzt dafür eine Kombination aus Rente und Minijob.

    Im Jahr 2020 (Stichtag 30. September) gab es hierzulande 1,04 Millionen Beschäftigte, die 67 Jahre oder älter waren. Darunter befanden sich rund 830.000 im Minijob-Status. Dabei geht es nicht nur um die Phase unmittelbar nach dem (potentiellen) Renteneintritt. Rund 490.000 gingen auch im Alter ab 70 Jahren noch einem regelmäßigen Job nach. Fast 125.000 waren auch im Lebensalter zwischen 70 und 75 Jahren noch beschäftigt und rund 63.000 Personen arbeiteten auch ab 80 Jahren noch weiter. Darunter waren gut 10.000 Beschäftigte sogar älter als 85. Diese Zahlen enthält eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der LINKEN-Fraktion im Bundestag.

    Die Motivation der Älteren mag genauso wie deren persönliche Leistungsfähigkeit variieren. Vom positiven Gefühl, im Job weiter gebraucht zu werden, über die Pflege sozialer Kontakte bis hin zum finanziell notwendigen Zuverdienst liegen dieser Entscheidung vermutlich ganz individuelle Motive zugrunde. So sind wegen der Rentenlücke zwischen den Geschlechtern vornehmlich Frauen neben ihrer Rente auf zusätzliche Einnahmen angewiesen.

    Weites Spektrum an Tätigkeiten

    Ältere Beschäftigte übernehmen dabei vielfältige Aufgaben. Am häufigsten jedoch arbeiten sie im Büro beziehungsweise im Sekretariat weiter. Daneben sind ältere Beschäftigte oftmals in den Branchen Gebäudetechnik, Reinigung, Logistik inklusive Lagerwirtschaft oder bei der Post tätig beziehungsweise noch als Fahrzeugführer unterwegs. Das zeigen Details in einer Übersicht, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen seiner Antwort auf die Anfrage beigefügt hat. Der Fraktionschef der LINKEN im Bundestag, Dietmar Bartsch, bezeichnete es gegenüber dpa übrigens als „Trauerspiel“, wenn Menschen, die über 70 … oder gar über 85 Jahre alt sind, noch arbeiten müssten. Aber die Frage ist doch, ob sie es müssen oder wollen.

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