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    Arbeitswelt

    Auf Wandel eingestellt: Mit Wissen und Erfahrung

    Arbeitswelt | 11.9.2020 Drucken

    Wie viel verdient man/frau ein Berufsleben lang?

    Wie hoch ist das gesamte Berufseinkommen von der Ausbildung bis zur Rente? Bei der Antwort auf die Frage nach dem Verdienst im gesamten Berufsleben liegen viele sicherlich daneben.

    Die Vergütungsexperten von Gehalt.de haben daher auf der Grundlage von 740.984 Datensätzen die Brutto-Lebenseinkommen nach Qualifikation, Geschlecht und Führungsverantwortung analysiert.

    Einkommen im gesamten Berufsleben

    Die Ergebnisse: Frauen erhalten von Karrierestart bis Renteneintritt fast 700.000 Euro weniger als Männer. Akademiker*innen verdienen über eine Million Euro mehr als Nicht-Akademiker*innen.

    Die Höhe des Lebenseinkommens ist also auch eine Frage des Geschlechts. Über das gesamte Berufsleben gerechnet verdienen Männer rund 2,36 Millionen Euro. Frauen kommen im selben Zeitraum dagegen nur auf rund 1,66 Millionen Euro. Die Gehaltsentwicklung bei Frauen stagniert nämlich ab dem 35. Lebensjahr. Weibliche Beschäftigte verdienen ab diesem Zeitpunkt jährlich rund 38.000 Euro. „Im fortgeschrittenen Alter ist der Faktor Personalverantwortung ausschlaggebend für das weitere Lohnwachstum. Da der Anteil der weiblichen Führungskräfte nach wie vor deutlich geringer ist, erreichen die Gehälter für Frauen mit Anfang 40 ein Plateau“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

    Ein Studium zahlt sich schnell aus

    Andererseits ist die Höhe des kumulierten Lebenseinkommens abhängig vom Bildungsweg. Laut der Analyse von Gehalt.de verdienen Akademiker*innen im Alter von 24 bis 30 Jahren rund 45.500 Euro jährlich. Beschäftigte ohne akademischen Abschluss erhalten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren zwar weniger (30.500 Euro), beziehen allerdings auch früher ihr erstes Gehalt. Im Alter von 35 Jahren haben Akademiker*innen bereits 593.000 Euro verdient und damit Beschäftigte ohne akademischen Abschluss überholt (574.000 Euro).

    Masterabschluss rechnet sich ab dem 40. Lebensjahr

    Beschäftigte mit Bachelorabschluss verdienen bei Berufseinstieg rund 40.500 Euro jährlich. Masterstudent*innen beginnen ihre Karriere später, beziehen in den ersten Berufsjahren jedoch ein Gehalt von 48.400 Euro. Mit 40 Jahren haben Masterabsolvent*innen ein Lebenseinkommen von 910.100 Euro angehäuft und damit die Bachelorabsolvent*innen (894.000 Euro) überholt. Vergleicht man die Lebenseinkommen zum Karriereende, so haben Masterabsolvent*innen insgesamt rund 300.000 Euro mehr verdient als Bachelorabsolvent*innen.

    Ausnahmen: Hohes Gehalt auch ohne Studium

    Doch auch mit einer Ausbildung können Beschäftigte gut verdienen, mit Führungsverantwortung sogar mehr als Akademiker*innen. Leiter in der Logistik, die schon früh Personalverantwortung übernehmen, beziehen in ihrem Berufsleben insgesamt bis zu 3,9 Millionen Euro. Auch Key-Account Manager kommen mit 3,1 Millionen Euro auf ein lukratives Lebenseinkommen. Im Gegensatz dazu erhalten Erzieher*innen mit rund 1,6 Millionen Euro vergleichsweise wenig.

    „Stellen, die einen akademischen Abschluss erfordern, werden grundsätzlich höher vergütet, da sie komplexer sind und häufig Personal- und Umsatzverantwortung beinhalten. Doch auch Beschäftigte nach einer Ausbildung können lukrative Gehälter erzielen – insbesondere in Führungspositionen“, so Bierbach.

    Große Unterschiede zwischen den Branchen

    Auch der Einfluss der Branche ist immens: Die Gehälter in Hotels und Gaststätten sind traditionell niedrig. Berufseinsteiger beziehen in ihren ersten Jahren rund 26.000 Euro jährlich. Zum Renteneintritt beträgt ihr kumuliertes Lebenseinkommen 1,3 Millionen Euro. Beschäftigte in der Automobilbranche starten dagegen mit einem Einstiegsgehalt von rund 40.800 Euro jährlich. Bereits mit 45 Jahren haben sie mit 1,39 Millionen Euro mehr verdient als Beschäftigte in der Hotel- und Gaststättenbranche in ihrem gesamten Berufsleben. Bei Renteneintritt beträgt das Lebenseinkommen von Beschäftigten aus der Automobilbranche rund drei Millionen Euro.

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