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    Demographie

    In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

    Demographie | 26.8.2022 Drucken

    Mit den Kindern wachsen auch die Ausgaben

    Eltern „investieren“ viel Geld in ihre Kinder. Je nach sozialem Umfeld können bis zum 18. Geburtstag rund 150.000 Euro pro Kind zusammenkommen. 

    Wie viel Geld für ein Kind oder mehrere Kinder aufgewendet wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Wie das Statistische Bundesamt in einer Berechnung unlängst ermittelte, haben die sozialen Verhältnisse den stärksten Einfluss auf die monatlichen Kosten. Dabei kommt es vor allem darauf an, ob Alleinerziehende oder Paare Kinder versorgen. Das gilt insbesondere für die prozentuale Belastung des monatlichen Nettohaushaltseinkommens.

    Zudem gilt: Je älter die Kinder im Haushalt sind, desto höher die Ausgaben. Veröffentlicht hat die Zahlen jüngst der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd). Durchschnittlich betragen die monatlichen Ausgaben von Paaren für ein Kind in Deutschland 763 Euro. Alleinerziehende geben mit 710 Euro im Monat nur unwesentlich weniger aus. Leben zwei Kinder im Paar-Haushalt, liegen die Kosten bei 1.276 Euro. Alleinerziehende mit zwei Kindern geben 1.150 Euro aus. Doch Alleinerziehende müssen in der Regel auch mit einem niedrigeren Einkommen auskommen, selbst wenn der Unterhalt dazugerechnet wird. Prozentual muss eine alleinerziehende Person mit einem Kind 35 Prozent und mit zwei Kindern 46 Prozent der monatlichen Konsumausgaben für den Nachwuchs einkalkulieren. Im Vergleich dazu kommen Paare deutlich günstiger weg. Hier beträgt die prozentuale Belastung bei einem Kind lediglich 21 Prozent. Leben zwei Kinder im Paar-Haushalt, ist ein knappes Drittel und bei drei Kinder im gemeinsamen Haushalt sind 41 Prozent fällig.

    Je älter der Nachwuchs desto höher die Ausgaben

    Für ein Kind im Alter bis zu sechs Jahren macht der monatliche Aufwand 679 Euro aus. Dagegen liegen die Konsumausgaben für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren bei 953 Euro im Monat. Dabei hat das Statistische Bundesamt Kosten für Versicherungen und Vorsorge gar nicht berücksichtigt. Der Unterschied zwischen den Kosten für jüngere oder ältere Kinder resultiert im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bedürfnissen. So schlagen bei den Jüngeren vor allem Betreuungskosten zu Buche. Bei den Älteren wiederum steigen die Ausgaben für Ernährung und Freizeit, wie die Statistiker mitteilen. Zudem ist die Höhe der monatlichen Konsumausgaben für den Nachwuchs stark von der Einkommenssituation des Haushalts abhängig. So geben Eltern aus der Schicht des einkommensstärksten Zehntels der Bevölkerung fast das Dreifache dessen aus, was Eltern aus dem untersten Zehntel der Einkommensschichten aufwenden (können).

    Unterschiedliche Ausgabenstruktur

    Geringverdiener wenden das verfügbare Geld eher für die Abdeckung von Grundbedürfnissen auf. Dazu zählen Wohnen, Kleidung und Ernährung. Für Urlaub oder Freizeit bleibt wenig übrig. Hingegen wird bei den Gutverdienern neben Freizeit- oder zusätzlichen Bildungsangeboten auch viel in die Gesundheitspflege investiert. Vor allem beim letzten Punkt stellen sich die Unterschiede gravierend dar. So geben gutsituierte Haushalte rund das Zehnfache für Medikamente, Arztkosten oder therapeutische Zwecke aus als einkommensschwache Haushalte. Ebenso können sich Familien mit höherem Einkommen auch öfter Urlaub inklusive Unterkunft und Restaurantbesuch leisten. Alles in allem summieren sich die Ausgaben pro Kind bei den einkommensstärksten Haushalten auf 1.212 Euro und bei den einkommensschwächsten Haushalten auf 424 Euro im Monat. 

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