Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    Der digitale Nachlass

    Newsletter abonnieren & das Dokument "Der digitale Nachlass" anfordern.


    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 24.9.2017 Drucken

    Analyse: Fundamentale Technik

    Die Märkte gelten als Seismografen der Wirtschaft. Genau wie die Erdbebenforscher können aber auch die Märkte das nächste Beben oder den nächsten steilen Anstieg nicht genau vorhersagen.

    Die Fundamentalanalyse hilft aber, zumindest auf Unternehmensebene, die Lage einzuschätzen. Die technische Analyse trägt zur Beurteilung der Märkte bei.

    Analyse: Fundamentale TechnikDie Daten der Vergangenheit zu betrachten, um Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, ist die einzige Methode, die sich bewährt hat. Zwar ist es töricht, die Entwicklung in der Vergangenheit einfach für die Zukunft fortzuschreiben. Ohne Datengrundlage zu arbeiten, würde aber seherische Fähigkeiten bedingen – über die verfügt kaum ein Mensch.

    Das zeigt sich übrigens sehr schön bei den Trefferquoten der vielen Börsengurus: Sie sind bescheiden und damit nutzlos bis gefährlich für ihre Jünger. Natürlich wird es immer wieder einmal jemanden geben, der einen Crash oder einen starken Anstieg richtig vorhersagt. In der Regel liegt es daran, dass derjenige schlichtweg immer einen Crash prognostiziert – und dann gerade einmal recht hat. So wie die kaputte Uhr, die auch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigt.

    Seherische Fähigkeiten sind also eher selten oder vielleicht sogar auszuschließen. Da hilft, wie so oft, nur Arbeit – harte Arbeit. Verlässlich ist bei Unternehmen, Staaten und auch an der Börse immer nur die Vergangenheit. Zahlen, Daten, Fakten liegen offen, jeder kann seine Schlüsse daraus ziehen. Dem einen gelingt das besser, dem anderen schlechter. Dabei ist es nur bedingt die Frage, wie tief man gräbt und wie viele Steine man umdreht. Es ist die Frage nach dem eigenen Ansatz, der gute von schlechten Analysten unterscheidet.

    In gewaltigen Datenbergen nach Informationssplittern suchen

    So geht es in der Fundamentalanalyse darum, vor allem aus den Zahlen der Unternehmen zusammen mit ihrem Ausblick möglichst genau abzuleiten, ob die gewählte Strategie Erfolg verspricht oder nicht. Da wäre es nun deutlich zu wenig, nur zu schauen, ob etwa der Gewinn in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, und dann anzunehmen, dass dies auch so weitergeht. Vielmehr ist es wichtig zu sehen, ob der Markt, das Umfeld, überhaupt eine Gewinnsteigerung zulässt. Um ein Unternehmen zu analysieren, kann es deshalb wichtig sein, seine Konkurrenten, seine Zulieferer, seine Abnehmer  genau zu kennen.

    Das macht die fundamentale Analyse sehr aufwändig. Schon immer war es teuer, Daten zu besorgen und zu verarbeiten. Mit zunehmenden Ansprüchen an Datenqualität, aber auch mit der Bereitschaft der Unternehmen, Daten zur Verfügung zu stellen, wuchs die Datenmenge immens. Das macht die Auswertung schwieriger, eröffnet aber auch zusätzliche Möglichkeiten der Analyse. Computer wiederum machen es überhaupt erst möglich, die gewaltigen Datenberge nach den Informationsstückchen zu durchwühlen, die die anderen noch nicht gefunden haben. Verbindungen herzustellen, die andere nicht gezogen haben.

    Als Analyst muss man einen eigenen Blick auf die Dinge werfen. Wer die gleichen Analysen fährt wie alle anderen, wird auch zu den gleichen Ergebnissen kommen. Wer aber das allseits Bekannte als Grundlage nimmt und darauf aufbaut, kann mehr Informationswert erreichen.

    Schafe laufen in der Herde, Adler fliegen allein

    Es gibt aber einen Bereich der Analyse, der nur funktioniert, wenn alle das Gleiche glauben: die Chartanalyse. Wer den Kursverlauf der Vergangenheit anschaut, kann daraus Muster ableiten. Für sich genommen sind sie nicht mehr als eine schöne Aufzeichnung der Historie. Wenn aber viele Menschen daran glauben, dass sich Muster finden lassen und diese sich auch noch wiederholen, dann kann das auch funktionieren.

    Analyse ist also auch die Frage danach, was die Masse denkt und ob es sich lohnt, der Masse zu folgen. Die Antwort ist: In der Fundamentalanalyse ist eine eigene Meinung wichtig, in der Chartanalyse der Wille der Masse. Beides zusammen kann gute Ergebnisse liefern.


    Uwe Zimmer VermögensverwalterAb und zu schreiben Experten für das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), die nicht zum Kernteam gehören. Aber was bedeutet das schon. Gäste empfängt man immer am wärmsten.

    Wie Uwe Zimmer. Er ist Geschäftsführer des Vermögensverwalters z-invest GmbH in Köln.

     

     

     

     

     

     


     

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

      [contact-form-7 404 "Nicht gefunden"]
      Ausgewählte Artikel zum Thema
      Geld Börse Aktien

      Was Privatanleger von Investmentlegenden lernen können

      Welche Gewinnformel haben Anlegervorbilder wie Warren Buffett, George Soros oder André Kostolany? Wie kann das „einfachen“ Sparern helfen, ein Vermögen aufzubauen? Börsianer auf der ganzen Welt beobachten jede Äußerung des Orakels von Omaha, das in einem bescheidenen Haus in der amerikanischen Provinz wohnt. Hinter dem Spitznamen verbirgt sich der 87-jährige US-Investmentguru Warren Buffett, dessen Vermögen […]

      Artikel lesen

      Was bringen Edelmetalle im Depot?

      Gold und auch Silber üben eine eigenartige Faszination auf Menschen aus. Schon immer waren Edelmetalle ebenso Spekulationsobjekt wie Sicherheit für schlimme Zeiten. Diese Funktionen können sie auch heute noch wahrnehmen. Gold bringt keine Dividende, ist nur etwas für faule Zähne und kostet in der Aufbewahrung. Alles Argumente, die gegen ein Investment in Gold angeführt werden. […]

      Artikel lesen
      Vermögensverwalter Rainer Laborenz

      Risiko mit drei Buchstaben – ETF

      In der Kapitalanlage-Kolumne beschäftigen sich Vermögensverwalter mit Trends und Entwicklungen, die auch für die langfristige Altersvorsorge von Belang sind. So schildert Rainer Laborenz, was ihn an der Beliebtheit der Indexfonds stört. Der im Juni markierte Dax-Rekord von 12.951 Punkten hat nicht nur bei all denjenigen Anlegern, die der alljährlichen sell-in-may-Legende auf den Leim gegangen sind, […]

      Artikel lesen